„Labordiamant vs. echter Diamant" ist eine der häufigsten Suchanfragen in Deutschland. Dabei steckt schon in der Frage ein Missverständnis: Ein Labordiamant ist ein echter Diamant.
Was ist ein Labordiamant?
Ein laborgezüchteter Diamant besteht aus reinem Kohlenstoff in derselben Kristallstruktur wie ein Naturdiamant. Er wird in wenigen Wochen hergestellt, entweder im CVD-Verfahren (Gasphasenabscheidung) oder im HPHT-Verfahren (Hochdruck, Hochtemperatur).
Imitationen wie Zirkonia oder Moissanit sind dagegen andere Materialien und keine Diamanten.
Gemeinsamkeiten
- Chemie: reiner Kohlenstoff
- Härte: 10 auf der Mohs-Skala
- Brillanz und Feuer: bei gleicher Qualität identisch
- Bewertung: dieselben 4 C (Schliff, Farbe, Reinheit, Karat)
Mit bloßem Auge ist kein Unterschied zu erkennen, und auch einfache Diamanttester unterscheiden sie nicht. Nur Speziallabore können die Herkunft bestimmen.
Unterschiede
- Herkunft: Milliarden Jahre in der Erde vs. wenige Wochen im Reaktor.
- Preis: Ein Labordiamant kostet nur einen Bruchteil eines vergleichbaren Naturdiamanten.
- Seltenheit und Wiederverkauf: Naturdiamanten sind geologisch selten und haben einen etablierten Zweitmarkt. Labordiamanten kauft man für Schönheit und Preis, nicht als Wertanlage.
Wie erkennt man einen Labordiamanten?
Am Gutachten (z. B. IGI oder GIA), das die Herkunft ausweist, und oft an der Lasergravur auf der Rundiste.
Welcher ist der richtige?
- Maximale Größe und Brillanz fürs Budget: Labordiamant.
- Seltenheit und Tradition: Naturdiamant.
Beides sind echte Diamanten. Entscheidend ist eine ehrliche, klare Kennzeichnung.
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